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Das Frühstück am nächsten Tag war englisch, aber im besten Sinne: Bacon & Beans soweit das Auge reichte, aber auch jeder andere Wunsch wurde sehr gern erfüllt. Frisch gestärkt und mit Lunchpaketen bestückt, sollte es nur zum praktischen Teil der Reise übergehen. Wir fuhren (diesmal bei Tageslicht) erneut vorbei an Hecken, Steinmauern, kleinen Farmen sowie suizidgefährdeten Hühnern und deren Abkömmlingen. Die Wege wurden immer weniger asphaltiert und unsere kleine Karawane wurde durch gefühlte 156 Weidetore geschleust.

Endlich angekommen (jetzt aber wirklich „in the middle of nowhere“) stiegen wir aus den Fahrzeugen und bemerkten in deutscher Gründlichkeit und mit dem uns ganz eigenen Pragmatismus: Wir stehen mitten in einer Weide!

Erste Handlung: zuerst die Kühe, Kälber und den beeindruckenden Bullen davon überzeugen, dass das Gras auf einem anderen Teil der Weide ebenso gut schmeckt. Zweite Handlung: den Viehanhänger zur Einsatzzentrale umfunktionieren.

Die charmante Art von Helen und Andrew Venables sowie das herrliche Wetter an diesem Tag trugen zu einer gelösten und entspannten Atmosphäre bei und so konnte das Filmteam sehr schnell damit beginnen, die Kameras in Position zu bringen. Fertig- Start the Show!

Alles, was an diesem Tag passierte, war für mich eine absolute Premiere!

Eine Reise wie diese hatte ich zuvor nie miterlebt, geschweige denn, damit gerechnet, dass es in einer Weide in Wales eine „Schießbahn“ gäbe... Für deutsche Verhältnisse vollkommen undenkbar, liegend zwischen Weidevieh, auf Ziele in einer Art Steinbruch zu feuern.

Die von Firma Minox bereits vorab im Vorfeld zur Verfügung gestellten Spektive wurden schnell aufgebaut, die Waffen mit den entsprechenden Zielfernrohren der ZP-Serie zurecht gelegt und nach einer Einweisung durch Andrew durfte geschossen werden- vorerst auf 200 m liegend bzw. sitzend.


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