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Wer einen Jagdschein besitzt, der wünscht sich oft auch einen vierbeinigen Weggefährten an seine Seite. Viele von uns besitzen schon einen, zwei, oder wie in unserem Fall, auch mal vier. Denn wer einmal Blut geleckt hat, der kommt schwer von diesen zuckersüßen, nervenaufreibenden und immer zur Seite stehenden Fellnasen weg. Egal ob groß oder klein, kurzhaarig oder gelockt, bunt oder einfarbig. Jede Rasse bringt ihren Charakter und ihre ganz besonderen Fähigkeiten mit zu uns nach Hause.

Wer mich kennt, und bitte liebe Prüfer, Prüfungsgeher und Vereinsengagierte, nehmt es mir nicht übel, der weiß, dass ich kein Prüfungsmensch bin. Weder Diktate, das Abitur oder mündliche Befragungen haben es mir im Laufe meines jungen Lebens angetan. Ich muss zugeben, dass ich drei Kreuze mache, wenn ich die vielen jungen Menschen morgens in die Universität strömen sehe und erleichtert feststelle, selbst nicht mehr dazu zu gehören. Nun dachte ich ja, dieses pulserhöhende Kapitel endlich hinter mir gelassen zu haben, als nach und nach Hunde bei uns einzogen, darunter unsere Professorin Emma-Otto, eine Westfälische Dachsbracke. Sie lesen richtig, sie hört sowohl auf Emma, als auch auf Otto. Die Geschichte dahinter erzähle ich mal an anderer Stelle. Wie viele von Ihnen wohl gerade überlegen, wie diese Brackenart noch einmal aussieht? Kein Grund zur Sorge, mit knapp 30 Welpen im letzten Jahr ist es leider keine allzu stark vertretene Rasse bei uns. Völlig zu unrecht, wie wir feststellen mussten. Nun soll dies aber kein Rassenporträt werden, welches ich durchaus noch einmal schreiben werde, das bin ich schon alleine Emma-Otto schuldig.

Zurück also zu diesen Prüfungsangelegenheiten. Da wir beschlossen haben, mit unserer Professorin zu züchten, mussten wir die eine oder andere Prüfung ablegen, zumal alle unsere Kämpfer auch eine „Green Card“, sprich Brauchbarkeitsprüfung benötigen, um in Brandenburg jagen zu dürfen. Ich kam also nicht darum herum.

Foto: Alena Steinbach


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