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Um das Rotwild nicht zu verschrecken, bleiben wir lange auf dem Feldweg stehen und in der Zwischenzeit ist es zu dunkel geworden, um noch zum anderen Hochsitz zu gelangen. Wir brechen die erste gemeinsame Jagd ab und fahren erst einmal ohne Beute nach Hause. Am nächsten Morgen brechen wir schon um 04.00 Uhr auf, um an einer Buchenanpflanzung unser Glück zu versuchen. Es ist eine riesengroße Fläche mit vielen Schneisen und man erkennt an den gebrochenen Wegrändern wie sehr die Sauen diese Ecke lieben. Nach den Ausflügen in die Felder, kehren sie morgens zurück an diese kuscheligen Plätze um den Tag zu verpennen. Scheinbar nur nicht heute. Statt Sauen gibt es zig Fasane. Noch nie habe ich so viele gesehen. Überall hört man die Hähne mit ihrem lauten „GöckGöck“ und auch das Geräuschm wenn sie die Feuchtigkeit aus dem Gefieder schütteln. Gibt es eigentlich einen Begriff dafür? Keine Ahnung, aber es ist echt der Wahnsinn, was es hier an Fasanen gibt. Hier mal mit unserem Hund und einer Flinte zu jagen, ein Traum.

Leider ist es auch das einzige Wild an diesem Morgen und wir beschließen es wie die Sauen zu handhaben, zurück ins kuschelige Bett und den Tag verpennen. So ausgeruht geht es am Abend wieder zum Ansitz, diesmal jedoch nicht in die Felder, sondern auf eine Wegekreuzung in einem großen Waldstück. Es ist noch taghell als wir am Waldrand parken und uns auf die Socken machen in Richtung Hochsitz. Obwohl es erst früher Abend ist, sind wir hier nicht die ersten Besucher. Drei Alttiere mümmeln, sorry, äsen, seelenruhig die Grasbüschel am Wegesrand. Leise pirschen wir unbemerkt weiter bis zum Sitz und baumen auf. Um das Rotwild von hier aus besser beobachten zu können, drehe ich die Vergrößerung des VX 6HD auf 12fach. Jetzt weiß ich auch, warum ein 42er Objektiv ausreichend sein kann.


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