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Eine wichtige Rolle hat auch meine Mutti eingenommen. Sie hat stets darauf geachtet, dass ich passend jagdlich gekleidet bin und da es damals noch nicht allzu viele grüne Kleidung in der Tschechoslowakei gab, wurde mir viel Zuhause von ihr genäht.

Aus mir wurde also ein richtiger traditionsbewusster Jäger, so wie man heute oft über vergangene und alte Jäger spricht. Und auf diese Art und Weise habe ich auch meinen jungen Sohn zur Jagd gebracht. Ähnliche Lektionen, wie ich sie damals im Böhmerwald gelernt bekommen habe, bekommt er jetzt von mir. Ich erlebe die Anfänge des Jägerlebens mit ihm zum zweiten Mal - und ich sage Ihnen, es ist unbeschreiblich schön.

Nun entwickelt sich wie alles im Leben auch die Jagdmode, Optiken, Gewehre und Technik weiter. Ich bin meiner Einstellung dem Wild gegenüber immer treu geblieben. Doch auch die Kleidung und vor allem die Optik habe ich dem Zeitalter angepasst.

Zuerst zu der Jägerbekleidung. Noch vor 3 Jahren war ich davon überzeugt, dass ich keine Tarnkleidung benötige. Ich hatte ausreichend Waidmannsheil und sah keinen Grund meine grüne Kleidung gegen gefleckte, gemusterte oder gepunktete Kleidung auszutauschen. Nun habe ich neben der Jagd noch ein weiteres Hobby, ich fotografiere Wald und Wild sehr gerne. Da gilt die Regel: Je näher, desto besser. Im Zuge meiner Interessen, schaue ich natürlich auch immer Fotos anderer Fotografen an und eins ist mir dabei aufgefallen. Alle waren ausnahmelos in Tarnkleidung unterwegs. Sollte ich es also auch einmal ausprobieren? Nach einer Überdenkzeit entschloss ich mich dazu und schuf mir mein erstes Set an. Was soll ich sagen, Sie wissen es wahrscheinlich selber: es funktioniert. Ich bin noch nie so nah an Wild gekommen, ohne es zu stören oder für Unruhe zu sorgen. Natürlich habe ich es anschließend auch auf der Jagd ausprobiert und auch hier kann ich nur Gutes berichten. Ich möchte in erster Linie ein Stück sauber und richtig ansprechen und vor allem einen schnell tödlichen Schuss antragen und das gilt auch hier: Je näher, desto besser. Heute gehe ich nur noch "getarnt" pirschen. Natürlich nicht auf einer Gesellschaftsjagd, aber bei meiner Lieblingsjagdart, der Pirsch, schon.


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