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Kurz darauf trafen wir den Rest der zu Recht gutgelaunten Truppe: Alena und Johannes hatten eine schnelle Doublette vollbracht, Marius war ebenfalls erfolgreich gewesen, als Schneider würde also schon mal keiner das Land der freundlichen Menschen verlassen. Norman jedenfalls war hoch zufrieden und schwärmte alle drei Sekunden mit großen Augen von Alenas Schießkünsten, hatte sie doch wohl recht weit und nur über den Stock geschossen - da hatten sich die Weitschuss-Tipps beim Zeiss-Media-Event in Ulfborg wohl ausbezahlt.

Und wir waren ja noch nicht am Ende, ein bisschen was konnte ja noch kommen! Am Abend bezog ich mit Normans Sohn Oisin Posten auf einer Art Tennisschiedsrichterstuhl auf den - was sonst - irisch-grünen Weiden am Rande eines bürstendichten Nadelwaldes. Diese Wälder sehen harmlos aus, sind aber die Hölle in Pflanzenform, wenn sie mit Stechginster unterwachsen sind. Dessen Name ist Programm und übertrumpft in meinem individualisierten Pflanzenhass sogar noch diverse geradezu lebensgefährliche namibianische Mörderdornen und nervenraubende pakistanische Piekse-Kletten. Ein solcher Dschungel ist für Mensch und Hund schier undurchdringlich, allein in dem Wald vor uns hatten die Jungs in der Vergangenheit bereits sechs Hirsche verloren, deren Verfolgung schlicht unmöglich war - na toll, das waren ja beruhigende Aussichten. Wenn was kommen sollte, dann also möglichst Motorenraum UND Fahrwerk anvisieren, das war da wohl die Devise.


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