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Die Drückjagdsaison und der Winter sind hervorragende Zeiten um Produkte verschiedenster Art zu testen. So dürfen Sie sich in den kommenden Monaten über Waffen-, Kleidungs-, Munitions- und Accessoires-Tests freuen. Heute starten wir mit Heizprodukten - für mich mittlerweile unabdingbare Kleidungsstücke auf der Jagd. Ich friere und das ständig, vor allem auf dem Hochsitz, wenn ich lange stillsitzen muss. Noch schlimmer sind Drückjagden oder etwa die Kombination von langen Ansitzen, zwischendurch einschlafen und dann vor Müdigkeit nahezu erfrieren. Viele von Ihnen wissen sicher, was ich meine.

Wir haben bereits vor zwei Jahren Produkte von Alpenheat und Lenz getestet und haben dies nun wieder getan. Zum einen die neuen Heizsocken von Lenz, zum anderen die Heizschuhe von Alpenheat.

Starten wir mit einer wirklichen Neuheit: mit den Heizschuhen. Keine Einlegesohlen, keine Pads, nein ein Schuh mit integrierter Heizung. Alpenheat hat sehr lange an dem Schuh gearbeitet, einmal war er schon fast, in Zusammenarbeit mit einem bekannten Schuhhersteller, fertig. Dann wurde alles noch einmal über den Haufen geworfen und Alpenheat hat sich der Sache komplett selbst angenommen. So habe ich seit Sommer letzten Jahres diesen Schuh im Test, zugegebenermaßen brauchte ich da noch keine Heizung, habe mich aber natürlich direkt von der Leistung überzeugen wollen, keine Mühen gescheut und eine Eisbar aufgesucht. Ich kann Ihnen sagen, es war herrlich. Dies war ein netter, erster Eindruck, doch der Winter und die Drückjagdsaison nahte. Wirkliche Praxistests standen also noch aus.

Doch erst einmal zu dem Schuh selber. Der Stiefel "Gronell Tibet" sieht auf den ersten Blick, Sie sehen es auf den Bildern, wie ein ganz normaler Wanderschuh aus. Er ist braungrün, hat ein ordentliches Profil und eine wasserschützende, schwarze Gummierung als Übergang zwischen Sohle und dem ebenfalls wasserabweisenden Nabuk Leder. Auch das Innenfutter besteht aus echtem Leder. In meiner Größe (41) wiegt ein Stiefel ca. 900 g und wird bis über den Knöchel geschnürt. Er ist sehr stabil, was gerade beim Umknicken von Vorteil ist und zum Gehen sehr gemütlich. Das Heizelement sitzt oberhalb der Zehen und heizt je nach Heizstufe zwischen 3 und 8 Stunden. Heizstufen stehen Ihnen drei verschiedene zur Verfügung, die mit den Farben blau, grün und rot gekennzeichnet sind. Der An/Aus-Knopf befindet sich auf der Innenseite des Stiefels und die Akkus auf der äußeren Seite. Sie sind sehr schmal und werden mittels einer kleinen Einschubtasche, die nicht auffällt, sicher aufbewahrt. Das Aufladen der Akkus dauert ca. dreieinhalb Stunden.


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