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Einmal hatten wir es mit vielleicht sieben Jagdfreunden auf 11 Füchse, eine Sau und ein Reh gebracht. Abends packte Clarissa ihre beiden müden Dackeldamen ein und nahm sich für die Hundeausbildung noch sechs stinkende Freibeuter mit. Müde und beseelt vom schönen Tag geriet sie auf der A3 unter einen Lastwagen, entstieg ihrem total zerstörten Wagen aber samt den rauhhaarigen Mädels wie durch ein Wunder vollkommen unverletzt. Im Zuge der Aufräumarbeiten brachte ihr später ein Polizist die zerstörte Hundebox und zwei der steifen Füchse. Merklich mitgenommen stammelte er „Es tut mir leid. Ihre Hunde haben es nicht geschafft!“. Clarissa, die alte Pragmatikerin, bekam einen Mietwagen des ADAC, lenkte den Vermieter kunstfertig ab und lud alle sechs Stinkeräuber in den Kofferraum des brandneuen Wagens…

Oder aber die Erlebnisse bei unserem viel beschriebenen Jagdfreund Paul. Er ist ein Original, für uns eine lebende Legende. Leider musste er sein Kleinod altersbedingt abgeben, wir werden jeden Tag dort und jedes anschließende Klönen in seinem auch im Sommer auf gefühlt 45 Grad geheiztes Jagdhaus vermissen. Paul war ein Fuchsspezialist, ein wahrer Luderplatz-Junkie. Von November bis Ende Februar saß er ständig an einem seiner Fuchsplätze. Meist erst, wenn er dort einen Fuchs erlegt hatte, fuhr er zur Jagdhütte. Dort dunkelte er das Wohnzimmer ab, zog mittels Schnur einen schweren Sack vom Luder hinterm Haus und eröffnete so seine Hausbar – oft legte er hier noch ein oder zwei Freibeuter nach. Sein Saisonrekord liegt bei deutlich über 100 Füchsen!


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