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Es ist nicht wirklich überraschend, dass Blaser knapp ein halbes Jahr nach Vorstellung der Primus Ferngläser, auch Zielfernrohre auf den Jagdmarkt bringt. Ich beschreibe die Firma aus Isny gerne wie eine Zwiebel. Sicherlich beruht ihr Kerngeschäft und Hauptaugenmerk auf den Waffen, mittlerweile und letztendlich durch die Einführung der Infinity-Zielfernrohre, hat sie allerdings auch alle weiteren jagdlichen Bereiche abgedeckt. Kleidung, Reisen, Munition, Ferngläser, Montagen, Accessoires, wer möchte, könnte sich im Hause Blaser komplett ausstatten. Gerade für echte Fans wird mit den Neuprodukten vielleicht ein echter Traum war.

Am 15.11. war nun also der Verkündungstag, ich durfte allerdings schon Ende September, gemeinsam mit einigen anderen Journalisten, die Zielfernrohre sehen, anfassen und in der Halbpraxis testen. Unter Halbpraxis verstehe ich übrigens das Schießen auf dem Schießstand und keine wirkliche Jagdausübung.

Wir trafen uns an einem Ort, der wohl kaum hätte besser gewählt werden können. Ein Truppenübungsplatz im Norden Deutschlands. Eine wirklich große Ehre, dass wir dieses Gelände überhaupt betreten durften, darauf zu schießen, ist allerdings noch einmal ganz was anderes.

Aber nun zu den Zielfernrohren. Die Serie, bestehend aus drei Zielfernrohren, nennt sich „Infinity“ – was Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit bedeutet. Ein gewagter, aber marketingtechnisch auch sehr gelungener Name. Was klingt versprechender, als das einem keine Grenzen gesetzt sind. In der Realität sieht das natürlich anders aus, mir aber gefällt der Name. Die Ferngläser passen optisch natürlich zu den Primus-Gläsern und sind somit nicht nur eine äußerlich ein Hingucker. Ab Frühjahr nächsten Jahres können Sie, wenn Sie wollen, zwischen diesen drei Modellen wählen: Das Drückjagdglas 1-7x28 iC und die beiden Allrounder 2,8-20x50 iC und 4-20x58 iC. Gleich vorweg, weil Sie sich das sicher fragen: iC steht für Illumination Control, was so viel bedeutet, dass wenn Sie eine R8 mit iC Spannschieber besitzen, Sie durch spannen der Waffe automatisch den Leuchtpunkt aktivieren. Dies geschieht mit Hilfe eines Sensors. Natürlich lässt sich der Rotpunkt auch manuell ein- und ausschalten sowie hell und dunkel dimmen. Dies tun Sie am rechten Justierrad, seitlich am Zielfernrohr. Natürlich wirbt der Hersteller hier mit Zeitersparnis vor dem Schuss, diesen Punkt finde ich allerdings hinfällig. Wenn ich meinen Leuchtpunkt einschalte und in eine Ruhe- oder Schrägposition bringe, schaltet sich mein Punkt automatisch ab und ist beim in Anschlag gehen sofort wieder da. Es ist eine schöne, gut überlegte und technisch sicher nicht ganz einfach, umgesetzte Funktion, die aber keineswegs notwendig ist. Das kleine Drückjagdglas verfügt über eine weitere Besonderheit. Bei den Vergrößerungen 1-4fach schaltet sich automatisch ein weiterer, größerer Rotpunkt dazu. Auch hier lässt sicher dieser am rechten Justierrad heller oder dunkler stellen.


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