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Zwischen den vielen verschiedenen Zielstöcken erfreut sich der dänische Viper Flex einer immer größeren Fangemeinde. Wir haben den Zielstock einmal mit ins Revier genommen.

Die Weiterentwicklung des Zielstocks von einem einfachen Haselnussstock mit einer Astgabel, bis zum hochmodernen Zielstock, mit einer zweifachen Auflage aus Aluminium und vier oder sogar fünf Beinen, hat in dem letzten Jahren Möglichkeiten eröffnet, die es zuvor noch nicht gab. Der Viper Flex Zielstock aus Dänemark zählt zu diesen hoch modernen Zielstöcken. Er besteht aus hochfestem schwarz eloxiertem Aluminium und ist durch Druckknöpfe einfach in der Höhe verstellbar. Der Zielstock besteht standartmäßig aus vier Beinen, welche am unteren Ende mit einander verbunden sind. Mit einem Gewicht von 1100 Gramm ist er auch bei einer längeren Pirsch gut zu transportieren und mit einer Transportlänge von 110 cm passt er noch bequem in jedes Auto. Die zweifache Auflage unterstützt den Hinterschaft der Waffe und eine breite, flache V-Gabel sorgt für eine sichere Auflage des Vorderschaftes. Durch die breite Auflage kann dem Ziel bei Bedarf gefolgt werden, ohne dass der gesamte Zielstock umgestellt werden muss. Über diese beiden Auflagen kommt es nur zu einer Abweichung nach oben und unten, welche von dem Schützen unter Kontrolle gebracht werden muss. Ein seitliches hin und her wackeln entfällt komplett. Hierdurch können auch noch auf wirklich weite Distanzen, jenseits der 200 m Marke, punktgenaue Schüsse abgegeben werden, vorausgesetzt man kennt die ballistischen Daten und die Einstellungen seines Geschosses und des Zielfernrohrs.

Ein Jäger der sonst nicht die Möglichkeit hat, in seinem Revier zu Pirschen und demnach kaum Erfahrung mit dem Schießen von einem Zielstock hatte, pirschte mit mir auf ein Stück Rehwild. Nachdem er einen perfekten Schuss mit dem Viper Flex auf eine uralte Geltricke auf ca. 120 m antragen konnte, sagte er zu mir, dass er sich wesentlich sicherer gefühlt hat, als bei einem Schuss aus der Kanzel. Tatsächlich ist der Schuss über die Zweipunkt-Auflage extrem ruhig und stabil und durchaus mit dem Schuss aus einem Anschussbock vergleichbar, sieht man von der vertikalen Bewegung ab. Der Viper Flex ist zudem sehr robust und durch draufstellen oder draufsitzen haben wir es nicht geschafft, diesen zu verbiegen. Die Höhe kann individuell auf die Körpergröße zwischen 120 und 200 cm eingestellt werden. Ebenfalls gibt es ein Zusatz Kit, welches an den Zielstock angebaut werden kann, wodurch der Winkel der Beine so flach gestellt werden kann, dass man auch problemlos aus der sitzenden Position schießen kann. Als weitere Zusatzoption kann ein fünftes Bein unter der V-Gabel montiert und somit jegliche Bewegung eliminiert werden. Eine extra breite V-Gabel kann ebenfalls als Zusatz montiert werden, jedoch reichte mir die einfache Gabel voll und ganz aus. Der Viper Flex lässt sich in der Regel sofort und ohne Übung leicht einsetzen, lediglich eine vollständig lautlose Bedienung bedarf einiger Übung. Zudem habe ich den Zielstock mit selbsthaftenden Klebeband versehen, um ihn besser zu tarnen und die metallischen Geräusche zu reduzieren. Für mich ist der Viper Flex ein geniales Werkzeug für die Jagd, welcher in Sachen Handhabung, Robustheit und Benutzerfreundlichkeit in allen Punkten überzeugt hat. Einziger Wermuttropfen ist der recht stattliche Preis von ca. 200 €. Eine superleichte Version aus Carbon und eine extra klein zerlegbare Version für Jagdreisen ist ebenfalls erhältlich.


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