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Sie wurden der Gruppe „Jagen in Gröbern“ hinzugefügt, teilte mir mein in einer rosa Realtree-Otterbox getarntes Smartphone mit. Wäre ich in Gesellschaft gewesen, hätte man sicher die über meinem Kopf wabernden Fragezeichen sehen können. Da waren Sie wieder, meine drei Probleme: meine Neugier, meine Ungeduld, meine ungeduldige Neugier.

Was war das jetzt für eine Gruppe? Wer hatte mich hinzugefügt? Und wo zur Hölle ist eigentlich dieses Gröbern? Erstellt von Alena Steinbach! Hah! Sicher hat sie wieder etwas Feines ausgeheckt, ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Der Plan lautete wie folgt: mit einer kleinen Gruppe weiblicher Jäger ein Wochenende lang der gemeinsamen Passion frönen und das nicht einfach irgendwo, sondern – wie sich bereits bei der Anreise herausstellen sollte – an einem der schönsten Fleckchen Deutschlands, Gröbern am See in Sachsen-Anhalt. Wer hat Lust und Zeit? Moment: ICH! Schwupp hatte ich zugesagt!

Die Anreise erfolgte am Donnerstag. Zwei der Damen waren bereits am frühen Nachmittag zugegen und wurden vom Geschäftsführer des See- und Waldresorts, Herrn Carsten Helling, durch die Reviere geführt. In unserer Nachrichtengruppe tauchten immer mehr Bilder von Kanzeln in unfassbar schöner Umgebung auf, die Kommentare schwankten zwischen „hier sitze ich“, „hier will ich sitzen“ und „ich sitze HIER auf jeden Fall“. Den drei noch im „warte-ich-bin-auch-gleich-da-habe-hunger-und-dann-suche-ich-mir-auch-einen-der-Sitze-aus“-Modus befindlichen Damen entglitten die Gesichtszüge beim Ansehen der Bilder. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir bereits alle, dass wir für dieses Wochenende wohl ausnahmslos den Jackpot gezogen hatten.


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