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Die Zeit vergeht irrsinnig schnell, wir alle kennen dieses Gefühl. Gerade haben wir uns noch ein frohes, neues Jahr gewünscht und schon werden die Nächte im September wieder kälter und länger. Wo ist nur wieder das Jahr geblieben. Je älter ich werde, desto mehr habe ich das Gefühl, dass die Zeit gerade zu rast. Vor allem die zweite Jahreshälfte scheint den Turbogang inne zu haben. Die Brunft von Rot- und Damhirschen, Drückjagden und Winteransitze rauben die Zeit auf wundervolle Art und Weise. Und wie immer, wenn eine neue spannende Jagdzeit eines Jahres anfängt, werde ich nachdenklich und erinnere mich an vergangene Jagderlebnisse. Nun, wo ich mich auf die Brunft der Könige der Wälder vorbereite, denke ich an einen ganz besonderen Hirsch zurück: An den „Schnellsten“.

Wir gehen einige Jahr zurück und ich erinnere mich noch genau, wie ich eine Woche vor meiner Abreise zu meinem Freund täglich den Wetterbericht verfolgt habe. Genau jetzt war das Wetter ideal: nachts kalt, tagsüber sonnig und windstill. Und wenn ich kommen soll? Naja, wir wollen nicht darüber sprechen. Jeden Tag rufe ich meinen Freund an und lasse mich auf den neusten Stand der Dinge bringen und wie früher vor Weihnachten – die Tage wollen nicht vorbei gehen, an solchen rennt die Zeit ausnahmsweise mal nicht.

Endlich ist es so weit und ich komme bei meinem Freund an. Eine lange Fahrt liegt hinter mir, sicher mit Übergepäck im Auto, wie kann man nur so viel Sachen mitnehmen, ohne dass eine Frau mit dabei ist. Ich freue mich, während ich meine Sachen in die Hütte schleppe – das Wetter hat sich geändert, oder eben nicht. Es ist weiterhin windstill und wunderschön. Was kann es Schöneres geben? Wir machen einen Probeschuss und auf dem Rückweg sehen wir einen jungen Hirsch mit ein paar Stück Kahlwild neben der Forststraße äsen. So soll es weiter gehen.


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