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Die traditionsreiche Messerschmiede "PUMA" aus Solingen stellt dieses Jahr wieder einige Neuheiten vor. Davon haben wir uns drei verschiedene Modelle einmal genauer angesehen.

Ein Messer ist genau wie eine Büchse oder eine Flinte, eine Waffe. Es gibt unzählige davon. Kleine, große, günstige, teure, scharfe, weniger scharfe, die Aufzählung ließe sich lange fortführen. Genau wie bei Lang- und Kurzwaffen spielt der eigene Geschmack, was Optik, Form und Einsatzbereich angehen, eine überaus große Rolle. Ein kleines Aufbrechmesser ist zwar zum Aufbrechen und Versorgen des Wildes optimal ausgelegt, doch wird man damit nicht den im Wundbett sitzenden Keiler abfangen können. Genauso ist es umgekehrt, wenn man versucht mit einem großen und breiten Abfangmesser ein Stück Rehwild zu ringeln. Je nach Gebrauch ist die Klinge des Messers in verschiedenen Winkeln geschliffen, um für den jeweiligen Einsatzbereich optimal zu funktionieren. Auch das Nachschärfen der Klinge, welches im rauen Jagdalltag durchaus von Nöten ist, ist ein Attribut um ein Messer qualitativ zu klassifizieren. Die Frage ist hier nicht ob es nachgeschliffen werden muss, sondern vielmehr wann und wie oft. Dies hängt mit der Härte beziehungsweise der Art des Stahles zusammen. Ein harter Stahl muss wesentlich seltener geschärft werden als ein weicher, dieser ist aufgrund seiner Härte jedoch auch schwerer zu bearbeiten. Die besonderen Eigenschaften bekommt der Stahl durch die spezifische Herstellung, Zusammensetzung und Wärmebehandlung.

Während dem schmelzen des Stahles werden noch einzelne Spurenelemente beigemischt, um den gewünschten Härtegrad zu erzielen. Diese sorgen nicht nur für die spezifische Härte des Stahls, sondern bringen auch andere Eigenschaften wie z.B Rostträgheit mit sich. Elemente wie Mangan, Molybdän oder Phosphor dienen der strukturellen Konsistenz und der Stärke des Stahles. Nach dem Einschmelzen wird der Stahl in die gewünschte Messerform gebracht und noch einmal bis auf knapp 4000° Celsius erhitzt. Dabei wird der eingespannte Messerrohling unter einem Druck von mehreren Tonnen in seine Form gepresst. So erhält der Stahl seine besondere Struktur, welche ihn besonders widerstandsfähig macht. Nach dem Schmiede-und Abkühlungsprozess wird die Klinge gehärtet und von Hand in vielen Einzelschritten geschliffen, geschärft und poliert. Am Ende erhält der Nutzer also ein Produkt, das noch zu einem großen Anteil in Handarbeit gefertigt wurde und genau dieses macht die Messer von PUMA zu einem hochqualitativen Produkt.


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