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Dies erklärt wahrscheinlich auch, warum man ab 20 m Details kaum noch erkennen kann. Man sieht ein Lebewesen und auch ob und wohin es sich bewegt, aber eine Differenzierung z.B. zwischen einem Fuchs und einer Katze ist nicht mehr möglich. Dies liegt vor allem an der Pixelanzahl, die sich mit 320 x 240 im unteren Bereich der aktuellen Wärmebildkameras bewegt.

Die Kamera kann an der Linse scharf gestellt werden und hat einen Zoom, welchen man direkt über das Smartphone Display bedienen kann. Das Bild wird alle paar Sekunden kalibriert, sprich scharf gestellt. Wobei ein deutliches Klickgeräusch ertönt. Bisher hat dieses noch keinen Fuchs auf mich aufmerksam gemacht. Die Herstellerangabe einer maximalen Reichweite von ca. 500 Meter konnte ich in der Praxis nicht feststellen und bestätigen. Die oben genannten Bilder von einem Reh wurden ohne Zoom auf ca. 50 bis 60 Meter um ca. 22.30 Uhr an einem warmen Juniabend aufgenommen. Wenn das Wild weiter als 150 Meter steht, konnte ich es mit der Seek Thermal CompactPRO FF nicht mehr erkennen.

Die Wärmebildkamera funktioniert naturgemäß am besten wenn hohe Temperaturunterschiede auftreten. So lässt sich an einem kühlen Oktoberabend ein Reh auf einer Wiese besser und früher als solches erkennen, als an einem warmen Sommerabend.

Wie es sich für die „Generation Selfie“ gehört, ist es möglich mit dem Seek Thermal Adapter Fotos und Videos im Wärmebildmodus aufzunehmen. Ein nettes kleines Extra, welches sich zum Beispiel für diesen Artikel ausgezahlt hat. Auch die wasserdichte Schutzhülle für den Adapter hat sich bereits als nützlich erwiesen, da ich, vor allem am Ende eines müden Ansitzes, einfach alles nur in meinen Rucksack stopfe.

Seit ich die Seek Thermal nutze, sind meine Ansitze abwechslungsreicher geworden und mit viel mehr Anblick ausgestattet. Auch das 5- bis 6-malige Abglasen desselben schwarzen Fleckes auf einer Wiese, der einfach keine Sau werden will, entfällt nun. Insbesondere das Kosten/Nutzen-Verhältnis hat mich überzeugt. Seek Thermal stellt auch noch günstigere Modelle her. Diese weisen aber schlechtere Pixelwerte und damit verbunden, eine geringere Bildqualität, auf. Daher war es mir ein paar Hundert Euro für ein paar Hundert Pixel mehr, Wert.

Revierpächter, vor allem in Revieren mit regelmäßigem Wildschaden, sollte aber die Investition in eine hochwertigere Wärmebildkamera in Erwägung ziehen. Wenn man aber mit früherem und häufigeren Anblick zufrieden ist und die Ansprache des Wildes immer noch durch das Fernglas und/oder Zielfernrohr durchführen kann, dem kann ich die Seek Thermal CompactPRO FF wärmstens ans Herz legen.

Gekauft habe ich es hier: www.grube.de


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