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Ein wunderbarer Nachtansitz geht zu Ende. Sauen habe ich zwar keine gesehen und wenn ich so den Abend Revue passieren lasse, auch sonst eigentlich nichts. Zweimal hat es von rechts verdächtig geknackt, aber in dem Moment war die Sicht leider miserabel und so konnte ich trotz eines guten Fernglases überhaupt nichts erkennen. So mache ich mich auf den Weg zur Jagdhütte, um mir die Details der Geschichten anzuhören, für die bei dem WhatsApp-Ansitzgruppen Chat leider keine Zeit mehr war.

Und ich staune nicht schlecht, es wird von führenden Bachen, Füchsen und Hasen berichtet. Alles wurde gesehen und erkannt. Saßen wir im gleichen Revier? Als aber einer meiner Freunde anfängt von einer Maus zu berichten, welche ihn mit ihren Geräuschen immer wieder aus dem Ansitzschlaf gerissen hat, bin ich mir sicher, dass hier ein Jungjäger aufs Korn genommen wird. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Der Maus wurde angeblich dabei zugesehen, wie sie Getreidehalme erklommen hat und sich anschließend mittels ihres eigenen Gewichts, samt den Ähren, wieder hat zu Boden sinken lassen. Dann wurde der nahrhafte „Kopf“ des Halmes abgetrennt und verschleppt.

Nur lacht außer mir keiner - komisch. So werde ich in dieser Nacht in das „Geheimnis“ meiner Freunde eingeweiht: Wärmebildkamera heißt das Zauberwort. Klingt interessant und wie bei Frauen üblich, stellt sich bei mir der sofortige Gedanke ein: Will ich haben.

Ich darf auch gleich verschiedene Modelle ausprobieren und bin hin und weg. (Ich will nicht, ich muss es haben). Die Nützlichkeit erschließt sich mir direkt. Die Kosten/Nutzen Kalkulation für eines der Premium Modelle leider nicht. Revierpächter mit Wildschaden können da sicher anders rechnen. Als Gelegenheitsjäger kann und möchte ich aber keine vierstellige Summen für eine Kamera ausgeben. Angefixt bin ich aber trotzdem. Also muss die eierlegende Wollmilchsau her.


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