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Minox hat mit der ZX5-Reihe Zielfernrohre in der Einstiegsklasse auf den Markt gebracht. Wie das Zielfernrohr in der Praxis funktioniert, haben wir für euch getestet.

Ende Juli pirsche ich früh morgens an der Waldkante entlang, in der Hoffnung noch einen der beiden schwachen Jährlinge zu sehen, die hier ihren Einstand haben. Der Morgen ist warm und die Sonne verdrängt mit ihren ersten Strahlen die Nacht. Doch nichts ist zu sehen, nur ein Hase, dem ich fast auf die Blume getreten wäre, springt ab, um sich einen Steinwurf entfernt wieder abzulegen und die wärmende Sonne zu genießen. Ich positioniere mich mit meinem Zielstock neben einem Zaunpfahl und lasse ein paar zaghafte Fieplaute in den Wald hallen. Sofort knackt es im kurz vor mir, und einer der gesuchten Jährlinge überfällt den Zaun mit einem Satz und sichert sofort zu mir herüber. Die Waffe im Anschlag drehe ich das Minox von 8-fach auf 3-fach herunter, da sich der Gesuchte nur gute 15 Meter von mir entfernt befindet. Das feine Kreuz wandert zügig auf das Blatt, und im Schuss sehe ich, wie es den Schwachen von den Läufen reißt. Der erste Bock mit dem neuen Minox, und es hat geklappt wie am Schnürchen.

Das Minox ZX5i 2-10x50 mit Leuchtkreuz ist ein kompaktes Allroundglas, das ich auf einer Sauer 100 montiert habe. Es besitzt ein 30-mm-Mittelrohr und ist mit seinen 33,5 cm und 655 g wirklich sehr handlich. Die 5-fache Vergrößerung lässt sich leicht und ohne viel Kraftaufwand mit dem gummierten Ring verstellen, was ich sehr gut finde. Ein zu schwergängiger Zoom ist für meinen Geschmack absolut unvorteilhaft, gerade wenn es mal schnell gehen muss.


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