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Sie sehen auf den Fotos, dass wir Betrieb im Revier haben. Schwarzwild, Füchse, Waschbären, Rehe, Marder, Gänse, Tauben, Milane, Krähen, Fasane, ja sogar Menschen sind uns in den letzten Monaten vor die Kamera gesprungen – keine Sorge, auf dem Bild sehen Sie eine Jungjägerin, die weiß, dass sie abgelichtet wird. Wer übrigens mehr zur Rechtslage bezüglich Wildkameras wissen möchte, den verweise ich gerne auf den folgenden Artikel. Das Auslösen des Bildes bekommen die Tiere nicht mit, gut zu sehen an mehreren Folgebildern, wo die Darsteller ruhig und entspannt weiter äsen, suhlen oder graben.

Wofür braucht man überhaupt eine solche Kamera? Nun ja, eigentlich gar nicht. Wer aber wissen möchte, wie groß die Rotten oder Rudel im Revier sind, wann genau sie an die Kirrung oder über den Wechsel kommen, welche Wildarten es überhaupt im Revier gibt oder einfach einen zweiten „Ansitzer“ haben möchte, der wird mit einer Wildkamera viel Spaß haben.

Auf den letzten Fürsprecher möchte ich eingehen: Ein weiterer „Ansitzer“. Die Kamera verfügt über die Funktion Bilder direkt nach dem Entstehen zu verschicken. Dieses kann per E-Mail oder MMS geschehen. Das bedeutet nun konkret, wenn Sie an Ihrer Lieblingskirrung oder dem gern besuchten Weizenacker sitzen, die erwartete Rotte aber 500 m weiter, bei der Kamera raus kommt, dann können Sie innerhalb von wenigen Minuten reagieren und den Standort wechseln. Der eine mag das jetzt unfair finden, der andere und damit schließe ich uns ein, muss gerade in der Schadzeit, wo Mais und Weizen zum erklärten Lieblingsfraß der Sauen erklärt sind, die Augen überall haben und da kann so ein stiller Übermittler sehr hilfreich sein. Auch kranke oder abgemagerte Stücke können einfach auf der Kamera erkannt und gezielt darauf angesessen werden. Wir waren mehrfach überrascht, wann doch tatsächlich die Schwarzkittel ihre Nase aus dem Wald stecken, nie hätten wir gedacht, dass sie auch bis weit in die morgendliche Dämmerung hinein, Besucher sind oder das der Fuchs sage und schreibe bis zu zwölf Mal in einer Nacht vorbeischaut.


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