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Also eine wirklich erfolgreiche Abendjagd! Dank der Winde auf der Ladefläche des Geländewagens ist das Wild schnell aufgeladen und wir fahren weiter, den Spießer meines Freundes holen. Er hat eine härtere Arbeit hinter sich – er musste das Stück ungefähr 300 m schleppen!

Wir alle sind schon in unserer beliebten Jagdhütte – mein dritter Jagdkumpel hat Vieles gesehen, doch hat St. Hubertus ihm kein Waidmannsheil gewünscht (wie leider in den meisten Fällen). Der Ofen mit dem offenen Feuer macht die Atmosphäre in der Hütte gemütlich – und jetzt beginnt mein Lieblingsteil der Jagd, wenn alle Erlebnisse noch einmal besprochen und erlebt werden. Solche Jagdkameradschaften machen die gemeinsam erlebten Jagden unvergesslich.

Sonntagfrüh ist da und wir machen uns auf die letzte Pirsch dieses Wochenendes. Ich brauchte nicht lange nachdenken, wo ich diesmal jage. Nicht weit von gestriger Jagd ziehen zahlreiche Wildwechsel vom Tal hinauf. Wenn ich von oben zu pirschen anfange, könnte ich mit Glück Anblick auf Wild haben, das vom Fluss, der in diesem Tal zackig fließt, in der Früh hinaufzieht.

Vielleicht kennen Sie solche Tage – manchmal schaut es so aus, als ob es kein Wild im Revier gäbe. Und dann wieder erlebt man manchmal Jagden, bei denen überall Wild in Anblick kommt. Solche Jagd habe ich an diesem Wochenende erleben dürfen. Vorsichtig pirsche ich auf einem alten Forstweg, der in einem allmählichen Hang führt. Ich bin kaum 300 Meter weit vom Auto entfernt, als ich unten vor mir einige Stücke Rotwild in Anblick bekomme. Langsam nehme ich mein Fernglas in die Hand und probiere, ordentlich anzusprechen. Ein gut veranlagter Spießer, ein starkes Alttier, bei dem ein auch starkes Kalb steht. Deutlich hinter diesen Stücken zieht ein Alttier – der Bestand ist hier sehr lückig, also kann ich gut sicherstellen, dass bei diesem Tier kein Kalb ist.


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