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Zur Beatmung bringen Sie den Hund in Seitenlage auf die rechte Körperseite und halten Sie den Fang des Hundes mit beiden Händen geschlossen .Aus Daumen und Zeigefinger wird ein Ring um die Nasenöffnung des Hundes gebildet und der Mund des Helfers wird fest auf diesen Ring aufgesetzt. Aus Hygienegründen kann ein Taschentuch über die Hundenase gelegt werden. Dann führen Sie die Beatmung durch indem Sie tief über die Nase ein- und den Mund wieder ausatmen. Nur etwas Luft einblasen Vorsicht! Im Abstand von 4 - 6 Sekunden, bei großen Hunden von 6 – 8 Sekunden beatmen.

Schlägt das Herz noch? Dies können Sie feststellen indem Sie mit der Hand auf der linken Seite des Brustkorbes den Herzspitzenstoß fühlen. Es empfiehlt sich dies zu Hause in ruhiger Umgebung unter Normalbedingungen zu überprüfen, so dass Sie ein Gefühl dafür bekommen. Sollte das Herz nicht mehr schlagen (kein Puls, kein Herzspitzenstoß) dann ist mit der Herzmassage zu beginnen.

Dazu auf der linken Brustseite kräftig mit der Faust / flachen Hand gegen das Herz drücken. Dies 3x wiederholen, dann 1x beatmen. Die Kreislaufsituation beurteilen Sie am besten anhand der Schleimhäute die im Normalzustand kräftig rosa sind. Lila- oder bläuliche Verfärbung ist ein Anzeichen für einen Sauerstoffmangel. Blassrosa oder weiße Schleimhäute weisen auf starken Blutverlust oder Schock hin. Ein weiteres Indiz für ein Schockgeschehen ist es wenn sie bei leichtem Druck auf die Innenfläche der Oberlippe oder das Zahnfleisch ein hellerer Fleck erscheint, der länger als 2 Sekunden hell bleibt. Testen Sie dies im Falle eines Falles. Jeder Patient im Schock sollte so schnell wie möglich tierärztlich versorgt werden!

Ist der Hund bei Bewusstsein gilt bei Atemgeräuschen dennoch die Atemwege zu kontrollieren und gegebenenfalls freizumachen. Auch hier wieder unter Berücksichtigung des Eigenschutzes. Bei Erbrechen und Würgen sollte auf eine Maulschlinge jedoch verzichtet werden. Dies gilt auch bei offensichtlichen Verletzungen im Kieferbereich oder natürlich bei Atemnot.

Verletzungen sollten wenn möglich auf Lokalisation, Stärke der Blutung, Größe und Tiefe untersucht werden. Danach richten sich die Erste Hilfe Maßnahmen.


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