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“Jäger werden ist nicht schwer,...” Diese arg abgedroschene Phrase hat ihre Ursprünge sicher in der Steinzeit in der man in der Wahl seiner Freizeitgestaltung arg eingeschränkt war. Was heutzutage dem willigen Jagdscheinanwärter abverlangt wird, ist nicht ohne. Vieles hat sich über die Jahre verändert, nach Meinung der “alten” Jäger, nicht alles nur zum besseren. Die Prüfungen sind teilweise vereinheitlicht und vereinfacht worden und es ist nicht mehr zwingend nötig, einen Lehrprinz zu haben, der den Jagdscheinanwärter vorab in die grüne Materie einweist und einen Einblick darüber gibt, was es denn bedeutet, Jäger zu werden, zu sein, das Handwerk auszuüben und was dies alles beinhaltet.

Wer in Niedersachsen den Jagdschein erwerben möchte, kann sich wahlweise in einer Jagdschule anmelden und dort je nach Gusto z. B. einen 2-4wöchigen Kurs besuchen oder sich bei der Kreisjägerschaft zu einem Kurs anmelden, der zwischen 6 und 8 Monaten dauert. Dann muss sich der Aspirant einer dreiteiligen Prüfung stellen. Diese besteht aus der Schießprüfung, der schriftlichen Prüfung sowie der mündlich/praktischen Prüfung.

Die Schießprüfung hat bestanden, wer auf der Rehbockscheibe auf 100 m Entfernung mindestens 25 von 50 möglichen Punkten erzielt, auf den laufenden Keiler in 50 m Entfernung aus jagdlicher Erwartungshaltung mindestens 2 Treffer von 5 Schuss platzieren kann und wer von 15 Wurfscheiben aus jagdlicher Erwartungshaltung mit jeweils höchstens 2 Schüssen mindestens 5 Treffer Trap erreicht.

Für die schriftliche Prüfung werden 20 Fragen mit je 3 Antwortmöglichkeiten in 5 Fachgebieten (1. dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere, 2. Jagdwaffen und Fanggeräte 3. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb, 4. Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum, 5. Jagdrecht und verwandtes Recht) gestellt. Der gesamte Fragenkatalog aller 5 Fachgebiete umfasst 1.500 Fragen, die als Download bereit stehen- natürlich ohne Antworten.


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